Ein guter Weinhändler genießt Ihr Vertrauen
Das Wichtigste für den Weinverkauf ist kompetente Beratung
Die Allroundtalente, die es dafür braucht, sind leider so selten wie ein interessanter Barolo für unter 30 Euro. Ein guter Weinhändler muss nämlich nicht nur aus dem unübersehbaren Angebot eine kluge Vorauswahl treffen, sondern diese Auswahl auch seinen Kunden vermitteln können.
Das heißt zunächst einmal: er muss seine Klientel verstehen.
Auch muss er für eine gute Lagerung und schnellen Umschlag seines Kontingents sorgen sowie Beliebtes und Bewährtes kontinuierlich
beschaffen können (man kennt das: kaum hat man ein paar Weine
aus dem Sortiment kennen und schätzen gelernt, heißt es: "die sind aus").
Ein guter Weinhändler ist Kaufmann und Psychologe in einem. Auch ein Visionär steckt in ihm: er sollte nämlich sein Sortiment ständig überprüfen und beständig erweitern. Das soll nicht heissen, dass eine Vinothek ständig ihr Programm umkrempeln sollte. Im Gegenteil: ein Händler, der nur dem vermeintlichen Kundengeschmack und den gerade hoch bewerteten Weinen hinterherrennt, wird kaum guten Kontakt zu seinen Produzenten pflegen können.
Ein wirklich guter Weinhändler ist eine Art Vertrauensmann,
- der zwischen Genießern und Produzenten des Weines vermittelt. Der die Winzer und Kellermeister seiner Weine auf vielen Reisen persönlich kennengelernt hat
- der deshalb auch weiß, was sich im vergangenen Jahr im Weinberg ereignet und wie sich der Wein des vorletzten Jahres entwickelt hat
- der Sie, seinen Kunden, seine Ansprüche und Vorlieben kennt und dementsprechend berät. Der Sie - zu Ihrem großen Erstaunen - darauf aufmerksam machen kann, dass der 2008er Ihrer Wahl schon reifer ist als der 2007er - und Sie damit vor dem Fehler bewahrt, den alten Wein vor dem Jungen zu trinken.
Mit anderen Worten: ein solches Multitalent ist Gold wert.
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